Hochaktives Infektionsketten Monitoring

Ein hochaktives Infektionsketten Monitoring (HIM) System kann in Echtzeit feststellen, ob bestehende Infektionsketten eingedämmt sind und ob sich neue Infektionsketten entwickeln.

Zweck

Das HIM-System ermöglicht die sichere, schrittweise und kontrollierte Lockerung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Massnahmen.

Das Risiko bei Lockerungen ist, dass dadurch neue Infektionen und Infektionsketten entstehen und es daher wieder zu einer neuen Epidemiewelle kommen kann. Mit dem Einsatz eines HIM-Systems kann dies proaktiv unterbunden werden.

Daduch ist eine wesentlich schnelleres Lockerung möglich, bei gleichzeitiger Sicherheit, dass keine neue Epidemie-Welle entsteht.

Ein weiterer, zusätzlicher Nutzen ist, dass bestehende Infektionsketten besser identifiziert werden können und damit die Anzahl der Neuinfektionen noch weiter gesenkt werden kann.

Funktionsweise

Ein HIM-System ist so aufgebaut, dass flächendeckend auch nur schon Anzeichen von Infektionen festgestellt werden können.

Werden erste Symptome einer Krankheit festgestellt, welche die Epidemie verursacht, so wird dies in Echtzeit bekannt. Bei der aktuellen Corona Epidemie wären das typische COVID-19 Symptome wie ein trockener Husten oder Fieber. Ein Monitoring- und Interventionsteam (MIT) beurteilt in Echtzeit eingehende Symptommeldungen von potentiellen COVID-19-Fällen. 

Erste Indikationen können bereits sofort durch entsprechende Massnahmen durch das MIT wie Information, Empfehlungen und wo gewünscht auch mit Hilfeleistungen unterstützt werden.

Kommt es im Umfeld zu einer Häufung von Symptommeldungen oder verstärken sich die Symptome, so können innert Minuten Test zur Verfügung gestellt werden um Klarheit zu schaffen. Im Falle von negativen Tests kann Entwarnung gegeben werden, im Falle von positiven Tests kann sofort das Umfeld informiert, geschützt und unterstützt werden.






Es kann zwischen den folgenden beiden Typen von HIM-Systemen unterschieden werden:

Autoritäres HIM

Autoritäre HIM-Systeme werden bereits an verschiedenen Orten erfolgreich angewendet. Beim autoritären HIM-System wird über negative Anreize und Strafen gearbeitet. Es herrscht eine Meldepflicht unter Strafandrohung. Es herscht ein de facto Zwang, das System zu nutzen; anonsten die Personen vollständig vom wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind. Dadurch wird eine sehr hohe Mitwirkung erreicht und damit eine maximale Effektivität erzielt. Die Resultate sind entsprechend eindrücklich, wenn auch zu einem Preis, der aus unserer Sicht nicht akzeptabel ist.

Kollaboratives HIM

Ein kollaborative HIM-System basiert auf Freiwilligkeit. Es ist damit für demokratische und offene Gesellschaften geeignet. Die Bevölkerung wird eingeladen mitzumachen. Kern des kollaborativen HIM-System ist die intrinsische Motivation. Niemand möchte andere anstecken und niemand will von anderen angesteckt werden. Deshalb möchten viele Personen mit Symptomen wissen, ob sie mit SARS-CoV2 infiziert sind. Die Einhaltung von Selbstisolation & Selbstquarantäne wird sehr viel konsequenter verfolgt, wenn man weiss, das man infiziert ist. Erhält man einen negativen Testbescheid, kann man auf die allgemeingültigen Hygiene- und anderen Massnahmen zurückkommen.

Der Datenschutz und Persönlichkeitsschutz kann mit einem kollaborativen HIM-System gewährleistet werden.

Anforderungen an ein HIM-System

Ein HIM-System muss grundsätzlich in Echtzeit arbeiten. Die zur Verfügung gestellten Informationen müssen sofort sichtbar sein und weitere Massnahmen ermöglichen.

Auf der inhaltliche Seite sollen alle Informationen die zur Beurteilung von möglichen Infektionen und Infektionsketten dienen können.

Das HIM-System sollte inner kurzer Zeit (wenige Stunden) installiert und freigeschaltet werden können.

Anwendung eines HIM-System

Das kollaborative HIM-System sollte typischerweise durch eine Gesundheitsbehörde betrieben werden. Um das wichtige Vertrauen und den Schutz zu gewährleisten, soll der Personenkreis, der Zugang zum System hat, eng beschränkt werden. Die Daten dürfen nur so lange wie nötig gespeichert werden. In anonymisierter und aggregierte Form können die Daten für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden; eine Rückverfolgung zu einzelnen Personen muss aber ausgeschlossen werden. Zudem muss sehr enge und konsequente Überwachung gewährleistet werden und regelmässig auditiert werden. Eine übergeordnete politische Kontrolle ist ebenso zwingend.


HIM-Systeme sind verfügbar und können auch sofort eingesetzt werden.

 



 



 
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